[Es gereicht uns zur Freude, durch die Freundlichkeit des Schreibers nachstehenden Briefes sowie des Empfängers desselben unsern Lesern dieses Zeugnis von der beschützenden Macht der Wahrheit bieten zu können, welche diejenigen genießen, die auch in scheinbarer Gefahr auf die Allmacht vertrauen.—Die Redaktion.]
In einem Brief von der Front erwarten Sie wohl, etwas über den Krieg zu erfahren; aber ich werde von etwas weit Wichtigerem schreiben als von der materiellen Seite des Krieges; ja ich werde von etwas schreiben, was den Krieg trotz der sogenannten Schrecken, die uns die materiellen Sinne als so offenkundig darstellen möchten, töricht und unwirklich erscheinen läßt, auch wenn man sich da befindet, wo es am tollsten zugeht.
Ich bin überzeugt, daß viele der Leute, die einige Monate hier draußen waren, zu dem Schluß gekommen sind, daß es nur eines gibt, was dem Leben Wert verleiht, nur eines, über das zu denken sich der Mühe lohnt, und das ist Gott. Natürlich werden sie gewissermaßen durch die schrecklichen menschlichen Erfahrungen, die sie durchmachen müssen, zu diesem Schluß gezwungen. Wenn nun diese Leute ohne die Hilfe der göttlichen Wissenschaft einen solchen Grad geistiger Erkenntnis erlangen, so können Sie sich vorstellen, wie ich, der ich diese Hilfe habe, an Erkenntnis gewachsen sein muß.
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