[Erschienen am 27. August 1917 im Christian Science Monitor, Boston, V. S. A., und im Christian Science Sentinel wiederabgedruckt.]
Als Mrs. Eddy auf Seite 330 von Wissenschaft und Gesundheit schrieb: „Gott ist unendlich, das einzige Leben, die einzige Substanz, der einzige Geist oder die einzige Seele, die einzige Intelligenz des Universums, einschließlich des Menschen,“ gab sie die Grundlage an, auf der die Christliche Wissenschaft demonstriert, daß Gottes Mittel unbeschränkt sind. Die materielle Welt ist sich dieser Tatsache nicht bewußt. Wo man hinsieht, findet man die Annahme der Beschränkung. Bisweilen äußert sie sich als schlechte Gesundheit, ein andermal tritt sie als Armut auf, und oftmals geht sie in dem Gewande des Bösen einher, d. h. in jenem verfinsterten Gedankenzustand, der dem Glauben gleichkommt, daß Gott nicht allgegenwärtig sei.
Nun ist die Christliche Wissenschaft erschienen, um die Menschheit über das wahre Wesen Gottes aufzuklären. Durch die Erkenntnis der Wahrheit, die sie offenbart, wird bei den Menschen die Vorstellung von Beschränkung aufgehoben, und die unendlichen Güter Gottes erschließen sich ihnen. Denen, die den wahren Stand des Menschen nicht kennen, geht es wie einem Menschen, der neben einem mit allen möglichen Mitteln zur menschlichen Verpflegung gefüllten Raum lebt und den Schlüssel dazu hat, dabei aber am Verhungern ist, weil er glaubt, der Schlüssel sei verloren gegangen und er könne daher die Tür nicht aufschließen. So steht es mit jedem Menschen, der glaubt, er könne sich die Fülle des Guten nicht zueigen machen, das Gott ihm mitzuteilen vermag. Obgleich er von dem unendlichen Reichtum des Geistes umgeben ist, weilt er im Dunkeln, von der Nutznießung dieser Reichtümer durch materielle Vorstellungen so völlig ausgeschlossen, als ob sie für ihn völlig verschlossen oder in unerreichbarer Ferne wären.