Vor dreieinhalb Jahren erfuhr ich von der Christlichen Wissenschaft, zu einer Zeit, als das Leben mir ziemlich unerträglich erschien,—für mich nur eine Kette von Enttäuschungen war. Ich konnte nicht an den Gott der alten Theologie glauben, und die Bibel verstand ich überhaupt nicht. Trotz allem scheinbaren Wirrwarr hatte ich aber eine dunkle Ahnung, daß es eine Art Gesetz geben müßte, das die Welt regiert. Damals kam das Licht der Christlichen Wissenschaft und offenbarte mir das göttliche Prinzip des Weltalls, indem sie es mit unwiderstehlicher Schlußfolgerung und doch so einfach erklärte. Noch mehr, sie erklärte die Allmacht als die immer gegenwärtige göttliche Liebe.
Obgleich ich mich nicht wegen körperlicher Heilung mit dem Erforschen der Christlichen Wissenschaft befaßte, wurde ich doch in den ersten Monaten durch das Lesen des Lehrbuchs „Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift” von Mary Baker Eddy von Gliederreißen und heftigen Nervenschmerzen, die mich gewöhnlich nachts nicht schlafen ließen, vollständig geheilt; auch von einem ungefähr zehn Jahre alten Gallenleiden wurde ich geheilt. Seitdem hatten wir viele, darunter augenblickliche Heilungen in unserer Familie.
Wenn auch der Weg oft rauh zu sein schien, so war doch die göttliche Liebe immer bereit, jeder Not abzuhelfen. Immer wieder konnte ich die Wahrheit der Worte Mrs. Eddys in „Wissenschaft und Gesundheit” (S. 267) erfahren: „Der Gedanke ist einer höheren Quelle als der Materie entlehnt, und durch Umkehrung dienen die Irrtümer als Wegweiser zu dem einen Gemüt, in welchem aller Irrtum in der himmlischen Wahrheit verschwindet”; und dies gab mir eine solche Zuversicht, daß alles, was auch immer in unsere Erfahrung tritt, nur eine neue Gelegenheit ist, um uns mehr über Gott, das Gute, zu belehren. Ganz natürlich habe ich begonnen, immer, wenn eine scheinbare Schwierigkeit sich einstellt, mit gespannter Aufmerksamkeit abzuwarten, was für Segnungen ein solcher Zustand bringt, wenn er durch die Wahrheit umgekehrt wird.