In „Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift” von Mary Baker Eddy, Seite 1, lesen wir: „Unausgesprochene Gedanken sind dem göttlichen Gemüt nicht unbekannt. Verlangen ist Gebet”; und auf Seite 2: „Das unausgesprochene Verlangen bringt uns der Quelle alles Daseins und aller Glückseligkeit näher”.
Wenn ich an die Zeit zurückdenke, wo ich mich mit der Christlichen Wissenschaft zu befassen begann, und an die Erfahrungen, die ich seither machen durfte, dann ergreift mich ein Gefühl tiefer Dankbarkeit gegen unseren all-liebenden Vater, das allmächtige Gemüt. Heute möchte ich einige Fälle erzählen, die sich zu Beginn meines Ergründens der Christlichen Wissenschaft zutrugen.
Unser damals 7jähriges Töchterchen stürzte eines Tags die Treppe hinunter, ohne scheinbar irgendwie Schaden zu erleiden. Aber nach einiger Zeit begann sie über Schmerzen im Knie zu klagen, die so zunahmen, daß sie schließlich nicht mehr gehen konnte, obwohl äußerlich nicht das geringste zu sehen war. Ich bat dann eine Ausüberin um Hilfe, und als ich am dritten Tage abends von der Arbeit heimkam, sprang mir das Kind fröhlich und guter Dinge entgegen. Es war eine schnelle und vollständige Heilung. Einige Zeit später verletzte sich dieses Kind beim Spielen auf der Straße den Vorderarm. Der Arzt, der den Arm einrichtete und den erforderlichen Gipsverband anlegte, erklärte, daß sie den Verband etwa 6 Wochen würde tragen müssen, weil es ein schlimmer Bruch sei. Acht Tage später wiederholte er dies, als er den Verband erneuerte, trotz seiner Erklärung, daß der Arm schon geheilt zu sein scheine. Da ich beobachtete, daß das Kind den verbundenen Arm genau so wie den gesunden gebrauchte, nahm ich nach einer Woche den Verband auf eigene Verantwortung ab in der festen Überzeugung, daß Gottes Werk vollkommen ist. Zwei Tage später erklärte der Arzt nach einer Untersuchung, daß es nicht nötig sei, den Verband weiter zu tragen. Auch in diesem Falle war christlich-wissenschaftliche Behandlung erteilt worden.