In allen ihren Werken über die Christliche Wissenschaft [Christian Science] bringe Mrs. Eddy Gesundheit mit Gott in Verbindung, von dem sie erklärt, daß Er Geist, Prinzip, Leben, Wahrheit, Liebe, Gemüt und Seele ist. In ihrem Buch „Wissenschaft und Gesundheit“ spricht sie in dem Kapitel mit der Überschrift „Die Betätigung der Christlichen Wissenschaft“ von der Besorgnis der Kranken und sagt (S. 416): „Lehre sie, daß ihr Sein vom Geist erhalten wird und nicht von der Materie; daß sie Gesundheit, Frieden und Harmonie in Gott, der göttlichen Liebe, finden.“
Wenn Gesundheit als in Gott und vom Geist erhalten verstanden wird, wird sie als geistig erkannt. Die Menschen erlangen ihr Wohlergehen dadurch, daß sie ein geistiges Verständnis von wahrer Gesundheit gewinnen, dadurch, daß sie den Menschen als das vollkommene Gleichnis Gottes, des Guten, erkennen. Die Offenbarung unserer Führerin hilft uns, diese Wahrheit zu demonstrieren.
„Gesundheit ist nicht ein Zustand der Materie, sondern des Gemüts.“ Mit diesen Worten beginnt ein Abschnitt in „Wissenschaft und Gesundheit“ (S. 120), der mit dem Satz abschließt: „Daher kehrt das göttliche Prinzip der Wissenschaft das Zeugnis der physischen Sinne um und enthüllt, daß der Mensch in der Wahrheit, die die einzige Grundlage der Gesundheit ist, harmonisch besteht; und so leugnet die Wissenschaft alle Krankheit, heilt die Kranken, stößt den falschen Augenschein um und widerlegt die materialistische Logik.“
Die Christliche Wissenschaft [Christian Science] lehrt, daß wir nicht menschliche Meinungen an die Stelle des Prinzips, nicht Theorien an die Stelle der Wissenschaft und materielle Heilmittel an die Stelle der geistigen Wahrheiten setzen können. Es gibt keine Alternative; die Wissenschaft des Seins, die den vollkommenen Gott und den vollkommenen Menschen offenbart, ist absolut. Gott schließt Gesundheit in sich; daher ist der Mensch, sein Gleichnis, immerdar gesund. Menschliche Überlegungen müssen der geistigen Wahrheit weichen, der göttlichen Wissenschaft, dem Gesetz des unendlichen Prinzips.
In der Christlichen Wissenschaft [Christian Science] bemühen wir uns nicht nur, die Wirklichkeit der Gesundheit und des Lebens verstehen zu lernen, sondern wir suchen auch zu erkennen, daß das Physische und das damit verbundene Leiden trügerisch sind. Auf Seite 115 und 116 in „Wissenschaft und Gesundheit“ bietet unsere Führerin unter der Überschrift „Wissenschaftliche Übertragung vom Sterblichen Gemüt“ drei Grade des Denkens dar: den physischen, den moralischen und den geistigen Grad. Böse Annahmen und andere Falschheiten sind im ersten Grad enthalten. Im zweiten Grad werden hilfreiche moralische Eigenschaften aufgezählt, wie zum Beispiel Ehrlichkeit, Herzenswärme, Menschlichkeit und Mäßigkeit. In bezug auf den dritten Grad schreibt Mrs. Eddy unter der Randüberschrift „Wirklichkeit“: „Geistig. Weisheit, Reinheit, geistiges Verständnis, geistige Kraft, Liebe, Gesundheit, Heiligkeit.“
Wenn wir falsche Gedanken über das Selbst mit ihren begrenzenden Befürchtungen und krankhaften Annahmen aus unserem Bewußtsein entfernen, lernen wir, die moralischen Eigenschaften Hoffnung, Glaube, Sanftmut und Erbarmen auszudrücken. Der zweite Grad kann ein Bollwerk sein, das uns davor schützt, in das krankhafte Dasein zurückzufallen, und es kann uns zu dem Verständnis führen, daß Gott ausschließlich gut ist und daß Gesundheit eine normale Eigenschaft des Lebens darstellt, die sich beständig in dem wirklichen, echten Menschen, dem Gleichnis Gottes, des Lebens, kundtut. Während dies vor sich geht, wachsen wir geistig aus der Unwirklichkeit der Materie oder der Krankheit heraus und erheben uns zu der Wirklichkeit geistiger Gesundheit.
Es ist nicht fehl am Platze, hier aufzuzählen, in welch wundervoller Gesellschaft sich Gesundheit in Wirklichkeit befindet; ihre Begleiter sind Heiligkeit, Liebe, geistige Kraft, geistiges Verständnis, Reinheit und Weisheit. Wenn wir diese Partnerschaft verstehen, dann erkennen wir dankbar an, daß Gesundheit das unendliche Gute ist. Es gibt tatsächlich keine angegriffene Gesundheit, schlechte Gesundheit oder zarte Gesundheit, denn es gibt keine materielle Gesundheit, die der Unberechenbarkeit des sterblichen Gemüts unterworfen ist. Gesundheit ist geistig.
Durch die Christliche Wissenschaft [Christian Science] erkennen die Menschen, daß sie in Übereinstimmung mit den Lehren des Wegweisers Christus Jesus das Wahre, das Geistige, schauen können, indem sie bitten, suchen und anklopfen. Alle Menschen haben die Fähigkeit, zu lernen, wie sie die Nichtsheit der Krankheit und die stete Gegenwart der Gesundheit verstehen und demonstrieren können.
Gesundheit gereicht Gott zur Ehre. Der Psalmist sagt (Ps. 67:2, 3): „Gott sei uns gnädig und segne uns; ... daß man auf Erden erkenne seinen Weg, unter allen Heiden sein Heil.“ Der große Metaphysiker erklärte (Joh. 5:19): „Der Sohn kann nichts von sich selber tun, sondern nur was er sieht den Vater tun.“ Er pries Gott als den Heiler. Die Fähigkeit, andere durch die Macht Gottes von Krankheit zu heilen, bekundet Christi Jesu Gehorsam gegen Gott, das göttliche Prinzip der Gesundheit. Die Christlichen Wissenschafter demonstrieren heute durch geistiges Heilen ebenfalls dieses göttliche Prinzip der Gesundheit.
Die folgende Erfahrung bezeugt das. Eine Anhängerin der Christlichen Wissenschaft [Christian Science] hatte eine Zeitlang das Gefühl, daß sich in ihrem Ohr etwas ansammelte. Sie tat jedoch kaum etwas dagegen, bis der Zustand sehr schmerzhaft wurde und ihr Gehör in Mitleidenschaft gezogen war. Da es ihr nicht gelang, sich selbst zu heilen, bat sie einen Ausüber der Christlichen Wissenschaft telefonisch um Hilfe.
Der Ausüber erklärte ihr, daß es in Wirklichkeit keine Materie gibt, die sich ansammeln, und nichts, woran der Schmerz sich heften könnte. Er wies darauf hin, daß die ganze Annahme eine Ausgeburt des sterblichen Gemüts sei, das ein Lügner ist. Er erklärte weiter, daß Gesundheit nur in Gott zu finden ist, in dem allgegenwärtigen göttlichen Gemüt; der Mensch, Gottes Widerspiegelung, besitze sie daher. Er erwähnte, daß schon ein Lichtblick von dem unsterblichen göttlichen Prinzip Heilung bringe, denn Gesundheit sei immer gegenwärtig, eine geistige, vollkommene und ewige Eigenschaft des Lebens. Als die Patientin den Hörer auflegte, stellte sie fest, daß sie völlig frei war.
Am nächsten Tage rief sie den Ausüber an, um ihm zu sagen, daß der Zustand erneut auftrete. Der Ausüber sagte ihr, daß die scheinbare Ansammlung von Lügen durch das göttliche Prinzip, Liebe, in ihr natürliches Nichts aufgelöst worden wäre. Er erinnerte sie daran, daß in der Bibel kein Fall zu finden ist, wo auf eine geistige Heilung ein Rückfall erfolgte. Er empfahl, an der Wahrheit festzuhalten, daß Gesundheit, da sie geistig ist, stets gegenwärtig, vollständig, vollkommen und von Dauer ist. Die Schwierigkeit trat nicht wieder auf.
Der Psalmist sang (Ps. 42:12 — n. der engl. Bibel): „Was betrübst du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? Hoffe auf Gott! denn ich werde ihn noch preisen, der meines Angesichts Gesundheit und mein Gott ist.“ Wie können wir uns heute über das Zeugnis der materiellen Sinne, über die physische Unwirklichkeit erheben, um die Gesundheit aufrechtzuerhalten, zu bewahren und zu demonstrieren? Dadurch, daß wir die physische Verderbtheit abwerfen und geltend machen, daß Geist, Wahrheit, unseres „Angesichts Gesundheit“ ist.
Gesundheit ist geistig, und da Geist gut ist, ist die Gesundheit gut. Gott, Liebe, ist vollkommen; daher ist die Gesundheit vollkommen. Durch Gebet, Studium und die Anwendung der Macht Gottes im täglichen Leben stellen wir fest, daß unsere Hoffnung, unser Glaube, unsere Ehrlichkeit und Demut zum geistigen Verständnis der absoluten Wahrheiten der Christlichen Wissenschaft [Christian Science] erblühen, und als Folge davon demonstrieren wir Gesundheit.
