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Übermittler von Gottes Wort

Aus der November 1969-Ausgabe des Herolds der Christlichen Wissenschaft


Die frühchristliche Geschichte ist ein gewaltiges Drama, das von mutigen Männern und Frauen berichtet, die Übermittler von Gottes Wort waren. Sie bereisten viele Teile der damaligen zivilisierten Welt und führten den kostbaren Samen der geistigen Wahrheit mit sich. Durch Lehren und Heilen nach der Weise ihres Meisters, Christus Jesus, stärkten sie den jüdischen Monotheismus, und sie legten die ersten Fundamente unserer gegenwärtigen christlichen Gesellschaft und christlichen Handlungsweise.

Die Geschichte der Christlichen Wissenschaft umfaßt das gleiche geistige Drama. Als Mary Baker Eddy die Christliche WissenschaftChristian Science; sprich: kr’istjən s’aiəns. vor mehr als einem Jahrhundert entdeckte, war ihre Entdeckung der erste Schritt in einer wunderbaren Geschichte von Mut und Inspiration, die bis zum heutigen Tage fortbesteht. Ihre Lehren erneuerten die frühchristlichen Ideale und setzten Christi Jesu Art und Weise der Anbetung und seine Heilmethode wieder ein.

Als Entdeckerin der Christlichen Wissenschaft war Mrs. Eddy in ähnlichem Sinne ein Übermittler von Gottes Wort, wie Jesus ein Übermittler war, indem sie der Menschheit die gute Botschaft des Geistes brachte, Krankheit heilte, Sünder umwandelte und die Toten auferstehen ließ. Als Gründerin der christlichwissenschaftlichen Bewegung war Mrs. Eddy in ähnlicher Weise ein Übermittler von Gottes Wort, wie es Paulus war, indem sie die Erlösung predigte und durch die Kirchenorganisation ein praktisches Mittel vorsah, um dieses Ziel zu erreichen.

Mrs. Eddy gründete die Kirche Christi, Wissenschafter, auf dem Eckstein geistigen Heilens. In der Historischen Skizze aus dem Handbuch Der Mutterkirche von Mary Baker Eddy sind folgende Worte zu finden: „Mrs. Eddy wurde zum Komiteemitglied ernannt, um die Glaubenssätze Der Mutterkirche aufzusetzen, deren Haupteckstein der ist, daß die Christliche Wissenschaft, wie unser Meister sie lehrte und demonstrierte, Irrtum austreibt, die Kranken heilt und das verlorene Israel wiederherstellt; denn, der Stein, den die Bauleute verworfen haben, der ist zum Eckstein geworden.‘ “ Kirchenhandbuch, S. 17;

Mrs. Eddys eigene unmittelbare Erfahrung und ihre Hingabe an Gottes heilende Kraft waren es, die sie zu solch einer außergewöhnlichen Übermittlerin von Gottes Wort machten. Die Erfahrung anderer hätte sie nicht dazu treiben können, Gottes heilendes Gesetz zu entdecken, die christlich-wissenschaftliche Bewegung zu gründen und das Kirchenhandbuch zu schreiben. Solche Resultate weisen auf eine tiefe persönliche Erfahrung und Erkenntnis Gottes und Seines heilenden Christus hin. Und diese Erfahrung und Erkenntnis wurde Mrs. Eddy nicht nur durch ihre eigene bedeutungsschwere Heilung von einer Verletzung der Wirbelsäule im Jahre 1866 zuteil, sondern auch durch die vielen Heilungen, die sie durch ihre Reinheit, ihr Geistiggesinntsein, ihre Verbundenheit mit dem göttlichen Prinzip, Liebe, für andere bewirkte.

In ihrem Buch Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift berichtet sie einiges über ihre erste Heiltätigkeit in der Christlichen Wissenschaft, einschließlich der Heilung von Schwindsucht, einem Hüftleiden und von Verdauungsstörungen; und in dem Buch The First Church of Christ, Scientist, and Miscellany erzählt Mrs. Eddy, wie sie im Jahre 1869 an das Bett einer Frau gerufen wurde, die an Lungenentzündung erkrankt war und im Sterben lag. Der Arzt stand an ihrem Bett und erklärte, daß sie es nicht überleben könnte. Mrs. Eddy schreibt: „Als er sah, daß sie ohne materielle Hilfe augenblicklich durch mich wiederhergestellt wurde, fragte er mich ernsthaft, ob ich eine Schrift besäße, die mein Heilsystem beschriebe. Als ich dies verneinte, drängte er mich, sofort ein Buch zu schreiben, das der Welt mein metaphysisches Heilsystem erklären sollte.“ My., S. 105;

Dieses Buch, Wissenschaft und Gesundheit, spricht zum gesamten menschlichen Bewußtsein und unterweist und heilt es. Einsicht, Erleuchtung und geistiges Verständnis kommen zu jenen, die seine Seiten aufschlagen und über seine Ideen nachdenken. Als Mrs. Eddy ihr metaphysisches System darlegte und ihre Heilarbeit beschrieb, geschah es in der Absicht, ihre Leser und Nachfolger zu inspirieren, hinzugehen und desgleichen zu tun. Ihr sehnlichster Wunsch war, daß dieses Buch, seine Lehren und ihre Heilungen viele Menschen dazu ermutigen würden, Übermittler von Gottes Wort zu werden, im Einklang mit der biblischen Verheißung, daß alle Menschen zu „Königen und Priestern ... vor Gott“ Offenb. 1:6; gemacht werden sollten.

Heilen war und ist unter den Nachfolgern Mrs. Eddys das Zeichen geistiger Autorität, Heilen ist das Element, das den Ansprüchen der Christlichen Wissenschaft Glaubwürdigkeit verleiht. Es ist eine Sprache, die jeder verstehen kann. Der beste Übermittler von Gottes Wort ist heutzutage der wissenschaftliche Heiler — der Mann und die Frau, die nicht nur über Gottes Allmacht sprechen, sondern sie auch ausüben. Der heutige Übermittler von Gottes Wort ist derjenige, der sein Leben der Heilarbeit widmet.

Die Heilarbeit ist ein wesentliches Element im Leben eines Christlichen Wissenschafters. Er weiß, daß die Theologie der Christlichen Wissenschaft eine lebendige Theologie ist, die durch Demonstration erfaßt wird. Ohne Heilerfolge wird die Theologie zu einer nicht demonstrierten Theorie. Geistiges Heilen ist das Zeichen des Immanuel oder „Gott mit uns“. Es ist von der Wahrheit erleuchtet und von der Logik der Liebe durchdrungen. In der Christlichen Wissenschaft ist die göttliche Liebe der Heiler von Sünde und Krankheit, denn sie bringt dem Fleisch den Christus, die Kundwerdung Gottes. Unser eigenes unmittelbares Erleben der Liebe als einer heilenden Kraft ist weit überzeugender als eine bloße akademische Erklärung der Christlichen Wissenschaft.

Wir alle können bessere Heiler werden. Mrs. Eddy sagt: „Die Heilarbeit in der Wissenschaft des Gemüts ist die heiligste und heilsamste Macht, die ausgeübt werden kann.“ Rückblick und Einblick, S. 54; Die Kraft zu heilen ist in jedem von uns vorhanden. Doch sie bleibt oft unentdeckt, da sie nicht durch intellektuelle Verfahren gefunden werden kann. Die Heilkraft läßt sich nicht in Formeln festlegen. Sie ist auch nicht in einer begrenzten, leicht anwendbaren Definition enthalten. Diese geistige Erkenntnis und das Einssein mit dem Guten zu fördern bedeutet, das uninspirierte Denkschema aufzugeben und mit der Demonstration des ursprünglichen Seins zu beginnen. Dies ist das Bewußtsein, das heilt. Jede Heilung, die in der Wissenschaft eintritt, ist ein einzigartiges und unvergleichliches Ereignis für sich. Es entfaltet sich darin jeweils für den einzelnen die geistige Schöpfung; er entdeckt für sich selbst das Gute, Gott, und Sein vollkommenes Weltall.

Heilungen sind das unvermeidliche Ergebnis individuellen geistigen Fortschritts. In dem Leben eines vorwärtsschreitenden Christlichen Wissenschafters erscheinen sie genauso natürlich wie Blüten auf einem wachsenden Apfelbaum. Jede Heilung ist das Ergebnis eines ständig sich erneuernden Verständnisses von Gott, einer Liebe, die immer weiter zunimmt. Wir können ebensowenig erwarten, uns auf der gestrigen Heilarbeit auszuruhen, wie wir erwarten können, uns auf der Liebe von gestern auszuruhen.

Heilen ist in der Tat „der Eckstein“ der christlich-wissenschaftlichen Bewegung. Heilen ist eine primäre, nicht eine sekundäre Forderung, und es muß im Leben eines jeden Christlichen Wissenschafters durchweg zu einem selbstverständlichen Ereignis werden. Es wäre ein Nachteil für die Religion und den einzelnen, wollte man die Bedeutung des Heilens herabsetzen. In einem Brief aus dem Jahre 1903 machte unsere Führerin eine Äußerung, die ihre Gedanken über die Bedeutung des Heilens klar zum Ausdruck bringt. Diese Äußerung erschien im Christian Science Journal und lautet folgendermaßen: „Heilen ist die beste Predigt, Heilen ist der beste Vortrag und die vollständige Demonstration der Christlichen Wissenschaft. Der Sünder und der Kranke, die geheilt wurden, sind unsere besten Zeugen.“ Journal, Mai 1936, S. 97;

Die Einstellung der Öffentlichkeit zur Christlichen Wissenschaft wird durch vermehrte augenblickliche, wirksame Heilungen überzeugend beeinflußt. Die Bibel berichtet, daß nach einer wunderbaren Heilung, die Jesus vollbrachte, „die Kunde von ihm ... im ganzen galiläischen Land“ Mark. 1:28; erscholl. Mrs. Eddy verließ sich auf die fördernde Wirkung positiver Heilarbeit, um ihren Idealismus in den frühen Jahren ihrer Bewegung zu verbreiten.

Wegen der Anforderungen ihrer wachsenden Kirche kam für Mrs. Eddy der Zeitpunkt, wo sie berufsmäßig keine Patienten mehr annehmen konnte. Doch sie hörte nie auf zu heilen. Ihre Biographien enthalten eindrucksvolle Berichte von Heilungswerken, die sie mit zunehmenden Jahren vollbrachte. Sie sah mit Recht das Heilen als den wahren Förderer der christlichen Metaphysik an. Heilen ist eine Forderung, die auf jedem Christlichen Wissenschafter ruht, was auch immer seine Stellung in der kirchlichen Institution sei.

Ein Übermittler von Gottes Wort zu sein bedeutet, Heilen und wahre Theologie zu vereinigen. Geistiges Heilen und göttliche Theologie sind in der Christlichen Wissenschaft untrennbar. Dieses Verschmelzen von Predigen und Ausüben, von Theologie und Heilen, muß unser aller Leben als das von Christlichen Wissenschaftern kennzeichnen, wenn wir im zweiten Jahrhundert der christlich-wissenschaftlichen Bewegung darangehen zu beweisen, daß Wahrheit und Liebe wirksam sind, die Not der Menschheit zu stillen. Möge man von uns wie von den ersten Christen sagen: „[Sie sind] Boten ... der Gemeinden und eine Ehre Christi.“ 2. Kor. 8:23.

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