Wahrscheinlich kennen Sie die Geschichte. Männer fällten Bäume in der Nähe des Jordan. Wenn es Ihnen schon einmal passiert ist, daß das Eisen der Axt davonflog, als Sie die Axt schwangen, verstehen Sie, wie dem Mann zumute war, dem das passierte. Damals wie heute genau dasselbe: Das Werkzeug des Nachbarn geht gerade immer dann kaputt, wenn man es ausgeliehen hat! Aber das schlimmste war, daß das Eisen ins Wasser fiel und versank.
Elisa war zugegen. Nicht durch irgendeine geheimnisvolle persönliche Macht, sondern durch sein rein geistiges Verständnis ließ er das Eisen an die Oberfläche aufsteigen. (Siehe 2. Kön. 6.) Elisa wollte damit kein physikalisches Gesetz verletzen. Seine Absicht war es vielmehr, ein göttliches Gesetz zu erfüllen — ein zeitloses christliches Gesetz des Heilens. Und dieses Gesetz wurde durch die Anwendung geistiger Kraft erfüllt.
Die Menschen lassen heute noch die verschiedensten Äxte „schwimmen“. Einige versuchen es jedoch mit einer sterblichen Einstellung. Sie akzeptieren die grundlegende Prämisse einer materiellen Existenz und arbeiten dann innerhalb eines derartigen Bezugssystems mit einem persönlichen Gemüt, um menschliche Ereignisse zu beeinflussen — ja sogar Gegenstände zu bewegen. Andere, wie z. B. Elisa, lassen ihre christliche Geistigkeit sich auf Begebenheiten auswirken. Eine gewisse Freiheit von Begrenzung ist die Folge.