
Editorials
Wer freut sich nicht über selbst den kleinsten Beweis des Sieges und der Herrschaft über irgend eine Form der Disharmonie, der Schwäche oder Beschränkung? Herrschaft war gemäß dem ersten Schöpfungsbericht der Bibel eins der ursprünglichen Besitztümer des Menschen; doch obwohl die Sterblichen durch die Nutzbarmachung der verschiedenen materiellen Kräfte und den Gebrauch erstaunlicher moderner Erfindungen gelernt haben, Herrschaft über viele materielle Seiten der Existenz zu erlangen — haben sie nicht noch viel zu lernen, um die gottgegebene Herrschaft demonstrieren zu können, die ein jedes intelligente Wesen über sündiges und krankhaftes Denken und über Furcht, Herzweh und Disharmonie ausüben sollte? Wie oft hört man von Menschen, die Opfer einer zu unbezwingbarer Heftigkeit neigenden Veranlagung sind, oder die ihre Begierden nicht beherrschen können! Andre sind bange zu essen; wieder andre beklagen sich, daß sie eine Neigung zu sinnlichem Denken nicht überwinden können, und so fort. Doch was sagt der Psalmist von dem Menschen, der das Ebenbild seines Schöpfers ist? Wir lesen: „Du hast ihn wenig niedriger gemacht denn Gott, und mit Ehre und Schmuck hast du ihn gekrönt.
Eine der vielen Segnungen, welche die Christliche Wissenschaft mit sich bringt, ist die geistige Befreiung, die sie dem verschaffen kann, dessen Glück, Erfolg und Fortschritt durch das Unrechttun eines andern beeinträchtigt zu werden scheinen, wenn er lernt, sich durch ein Verständnis von G ott und dem Menschen über dieses Gefühl der Hemmung zu erheben. Das Böse suggeriert vielen Menschen in aggressiver Art: Du bist ziemlich gut, doch der andere da ist die Ursache all deiner Schwierigkeiten, und bis er sich ändert, wird dein Leben wahrscheinlich recht unglücklich sein.
Alles, was jemals für das Menschengeschlecht vollbracht worden ist, geschah durch geistiges Schauen. Große Erfindungen, fabelhafte Möglichkeiten, Freiheiten, die erkämpft, Menschenrechte, die anerkannt und verteidigt wurden, sie alle waren das Ergebnis des geistigen Schauens.
Wenn das christlich-wissenschaftliche Lehrbuch „Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift“ von Mary Baker Eddy seinen Weg in das Herz und Heim eines neuen Anhängers findet, so bedeutet das unfehlbar einen Ansporn zu Bibellesen und -forschen. Dieses heilige Buch erglüht in neuer Erleuchtung und Wärme, wenn es im Licht der wissenschaftlichen Wahrheit gelesen wird.
In ihrem Buch „The First Church of Christ, Scientist, and Miscellany“ (S. 158) schreibt Mary Baker Eddy: „Wir leben in einem Zeitalter des göttlichen Abenteuers der L iebe, Alles-in-allem zu sein.
Die Christliche Wissenschaft zeigt uns die beste Art, unsre Schwierigkeiten zu überwinden. Doch es ist nicht die Art, die gewöhnlich von den Menschen gewählt wird.
„Gott gebe uns Männer! Eine Zeit wie die unsrige verlangt starke Geister, große Herzen, wahren Glauben und willige Hände!“ Dies waren die mutigen Worte des Dichters J. G.
Wenn man entdeckt, welche Reichtümer die Christliche Wissenschaft uns in Form von Gesundheit, Freude und Frieden darbietet, so strebt man gewöhnlich eifrig darnach, Fortschritte zu machen und so bald wie möglich ein tieferes Verständnis und eine vollere Demonstration dieser Wissenschaft des Lebens zu erlangen, um als Kirchenmitglied das Seinige zu tun, und eine wohlgeordnete religiöse Bewegung aufbauen zu helfen. Vielleicht ist eine der wichtigsten Lektionen, die man zu lernen hat, daß man bei der Überwindung von Krankheit seine Treue nicht zwischen G emüt und Materie, zwischen G ott und Mammon teilen darf.
Ganz unabhängig von dem unerbittlichen Vergehen der Zeit existiert die geistige Tatsache des Seins. Diese geistige Tatsache und ihr himmlischer Rhythmus ist die Substanz der Ewigkeit.
Welch ein Segen für die menschliche Familie ist doch das Lehrbuch der Christlichen Wissenschaft „Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift“ von Mary Baker Eddy! Werden wir in diesen Tagen nicht alle überfüttert durch den Rundfunk sowohl wie in der allgemeinen Unterhaltung und in der Presse mit dem immerwährenden Gespräch über Herzbeschwerden, krankhaften Blutdruck und derartige Leiden mehr? Kann diese andauernde medizinische Propaganda verfehlen, dem Denken von tausenden Sterblichen Furcht einzuflößen und viele der Übel hervorzurufen, welche die irrige Propaganda gerade überwinden möchte? Ein lateinisches Sprichwort warnt sehr weise: „Qui medice vivit, misere vivit“ (Wer medizinisch lebt, lebt erbärmlich). Mit welcher Freude kann man daher „Wissenschaft und Gesundheit“ lesen und spüren, wie die Gedanken sich G ott und den Dingen des G eistes zuwenden und somit dem tröstlichen Bewußtsein, daß man durch die Vergeistigung des Gedankens der Sieger über Krankheit werden kann, statt ihr Opfer zu sein.