
Editorials
Sicherheit vor dem Bösen jedweder Form kann im Verständnis von der Allheit G ottes gefunden werden, das—wie die Christian Science lehrt—ein jeder Mensch ein göttliches Recht hat zu besitzen. Die Furcht vor dem Bösen ist das große Übel menschlichen Existenz.
Mit welcher Freude muß Johannes der Täufer ausgerufen haben: „Siehe, das ist Gottes Lamm!" Prophetisch hatte er das Kommen eines Lehrers, der mächtiger als er selber war, vorausgesagt, doch augenscheinlich hatten sich ihre Pfade nie gekreuzt, bis zu dem Tage, als Jesus zu ihm kam, um getauft zu werden. Drei Evangelien gemäß hörte Johannes ganz klar eine „Stimme vom Himmel", die den Meister als den verheißenen Messias identifizierte; daher sein froher Gruß (Johannes 1:29): „Siehe, das ist Gottes Lamm, welches der Welt Sünde trägt!" Im Alten Testament ist das Lamm oft mit den Jüdischen Opferbräuchen verbunden.
Es wird gewöhnlich angenommen, daß der Mensch materiell ist, aus Materie besteht, und daß er zwar mit G ott verwandt ist, doch eine von Ihm gänzlich verschiedene Wesenheit hat. Die Lehren Christi Jesu und der Christian Science behaupten das gerade Gegenteil, nämlich, daß der Mensch tatsächlich aus der Substanz des G eistes oder G emüts besteht; daß er geistig und unlösbar mit der Substanz G ottes, des G eistes, verbunden ist.
Eins der größten Probleme, die mit den Verwickelungen des menschlichen Lebens verwoben sind, ist dasjenige, das mit „Unterhalt" bezeichnet wird. Dies ist ganz besonders heutzutage der Fall, wenn so viele ihr Denken in gänzlich veränderte Umstände einpassen und neue Mittel des Unterhalts für sich selbst und ihre Familien suchen müssen.
Jemand , der unlängst zu dem Amt eines Ersten Lesers in einer großen Kirche der Christian Science Der Name, den Mary Baker Eddy ihrer Entdeckung gab (sprich kri'ß-t jö n ßai'- e nß). Die wörtliche Übersetzung der zwei Worte ist „Christliche Wissenschaft".
Wer könnte die Bestimmung unsrer Zeitschriften klarer und endgültiger festlegen als diejenige, unter deren erleuchteter Weisheit sie gegründet wurden—Mary Baker Eddy—unsre geliebte Führerin, die zugleich demütige und kühne Nachfolgerin unsres Meisters Christi Jesu? Auf Seite 353 ihres Werkes „The First Church of Christ, Scientist, and Miscellany” sagt Mrs. Eddy: „Ich habe allen Zeitschriften der Christian Science den Namen gegeben.
Der Anhänger der Christian Science tut wohl daran, sich dessen bewußt zu bleiben, daß das Böse, das negative sterbliche Gemüt—mit andern Worten die materiellen Sinne—alles das für sich beansprucht, das G ott, dem unsterblichen G emüt, zugehört. „Das Böse”, sagt Mary Baker Eddy, „beanspruchte am Anfang die Macht, Weisheit und Nützlichkeit des Guten” (Miscellaneous Writings, S.
Welch notwendige Begleiterin ist doch die Hoffnung für den christlichen Pilger! Ja, man kann wohl sagen wie Thomas Fuller in einem seiner treffenden Denksprüche: „Wer der Hoffnung ermangelt, ist der ärmste Mensch auf Erden. ” Die Hoffnung muß, so lehrt uns das Wörterbuch, ein Verlangen nach dem Guten sein, das von der Erwartung des Guten begleitet ist.
Der selbstlose Wunsch, Gutes zu tun, und eine selbstvergessende Liebe für G ott und den Menschen sind die unerläßlichen Motive für die erfolgreiche Behandlung von Sünde oder Krankheit im Sinne der Christian Science. Begrenzendes, selbstsüchtiges Verlangen oder ein eigenwilliger Vorsatz im Denken dessen, der sich bemüht, diese Wissenschaft praktisch anzuwenden, verhindert den Erfolg.
Den Christlichen Wissenschaftern ist die Aufgabe zugefallen, der Welt die Wahrheit über G ott, die erste große Ursache, und Seine Schöpfung zu verkünden; denn, wenn die Christian Science voll bewiesen wird, so erweist sie sich als die Antwort auf dieses Rätsel des Weltalls: „Was ist Wahrheit?” Daher kann die Christian Science niemals bloß als eine weitere protestantische Sekte angesehen werden, die durch wohlgeordnete Mittel und Wege gefördert wird. Sie ist vielmehr die alles übersteigende Offenbarung von der wahren Natur des G emüts und seines Weltalls von Ideen, G ottes und des Menschen in Seinem Ebenbild und Gleichnis.