
Editorials
Die Christliche Wissenschaft fordert die Menschheit heute mit großer Bestimmtheit auf, ihr Vertrauen auf G ott zu setzen. Aber wie können die Menschen ihr Vertrauen auf G ott setzen, wenn sie Ihn nicht recht kennen und von Seiner Vertrauenswürdigkeit nicht überzeugt sind? Gerade diese Gotteserkenntnis gibt die Christliche Wissenschaft und zwar in vollstem Maße: eine Erkenntnis, die alle, die sie erlangen, von Seiner Liebe, Seiner Güte, Seiner Treue — Seiner Vertrauenswürdigkeit —überzeugt.
Ungeachtet der allgemeinen Überzeugung, daß Furcht eine tief im menschlichen Denken eingewurzelte Eigenschaft sei, die eine gewalttätige Herrschaft ausübe und bei ihren Angriffen oft erfolgreich sei, beharrt der Christliche Wissenschafter bei der wissenschaftlichen Tatsache, daß es in Wirklichkeit so etwas wie Furcht nicht gibt. „Furcht ist nicht in der Liebe” ist mehr als nur eine beruhigende Erklärung; es ist eine wissenschaftliche Tatsache.
Wann fragt der friedliebende Gedanke, werden die Menschen ihr materielles Ringen aufgeben? Wann werden sie ihren Eigendünkel mit seinem Eigennutz, seiner Eifersucht, seinem Neid und seiner Habgier opfern? Wann werden sie ihr Gelüste nach Stellung und Macht und das daraus hervorgehende Kriegführen aufgeben? Erst wenn sie selber die große Wahrheit, die die Christliche Wissenschaft offenbart, entdecken und sie zu beweisen beginnen, nämlich daß es nur eine wirkliche Macht und Gegenwart in der Welt gibt — die L iebe. Es wäre gut, wenn die Menschen über diese Fragen und ihre Antwort nachdächten.
Nach der Erfahrung derer, die entweder von Berufs wegen oder aus Liebhaberei Ackerbau, Baumzucht oder Gartenbau treiben, könnte man versucht sein zu glauben, daß es für jede Pflanze, jeden Strauch oder Baum entweder einen pflanzlichen oder einen tierischen Schädling gebe, der sie beschädigen oder zerstören könne. So saugt z.
Die Werke von Mrs. Eddy sollten unbedingt regelmäßiger und gründlicher erforscht und unsere genehmigten Zeitschriften und Veröffentlichungen aufmerksamer gelesen werden.
Alles , was tatsächlich besteht, zeugt für das eine göttliche G emüt, die eine L iebe, die Unendlichkeit des G eistes. Da G ott Einer und das All in allem ist, gibt es keine Vielheit des L ebens, des G emüts, der L iebe, sondern vervielfachte Widerspiegelung des Einen, der das All ist.
Die Christliche Wissenschaft erweitert das geistige Schauen aller, die ihre Lehren verstehen lernen. Man mag in geistiger Finsternis leben, bis man dieses Verständnis erlangt,— und der Glaube an die Wirklichkeit der Materie, an die Wirklichkeit des materiellen Gesetzes, an die Wirklichkeit des Bösen, ein Glaube, der geistiges Verständnis ausschließt, ist in der Tat tiefe Finsternis.
In „Nein und Ja” (S. 23, 24) schreibt Mrs.
Einige Übersetzer des Neuen Testaments geben die Stelle: „es soll hinfort keine Zeit mehr sein” wieder mit: „es soll keine weitere Verzögerung sein”, woraus sich schließen läßt, daß die in der Weissagung genannten Zustände sofort in Erfüllung gehen können. Ob im Lichte dieser neuzeitlichen Wiedergabe oder in dem der Übersetzer der genehmigten englischen Bibelübersetzung gesehen, die das vollständige Aufhören der Zeit verstehen zu geben scheint, Tatsache ist, daß „die Zeit”, wie Mary Baker Eddy auf Seite 598 in Wissenschaft und Gesundheit schreibt, „ein sterblicher Gedanke, ihr Teiler das Sonnenjahr ist”.
Gott ist nicht immer recht erkannt worden. Die Menschen haben lange gebraucht, Sein wirkliches Wesen zu entdecken.