
Editorials
Geistige Wachsamkeit ist in G ottes Ebenbild inbegriffen und ist von jedem mesmerischen materiellen Traum gänzlich unberührt. Um diesen wünschenswerten Zustand zu bekunden, muß man sehen, daß geistige Wachsamkeit nicht menschlich entwickelt oder erworben wird: sie ist ein vom göttlichen G emüt im Menschen erhaltener göttlich intelligenter Bewußtseinszustand.
Die Menschen forschen beständig in der Materie nach etwas, was ihnen Gesundheit bringen soll, wenn sie krank sind, und Stärke, wenn sie schwach sind — nach etwas, was sie wiederherstellen soll. Sie haben dies von jeher getan; denn sie glauben, daß die Materie das Leben erhalte und verlängere, daß die Materie für ihr Dasein überhaupt unerläßlich sei.
Mrs. Eddy schreibt (Miscellaneous Writings, S.
Die Sterblichen ermangeln oft eines hinreichenden Richtungssinnes. Sie sind sich oft bewußt, daß sie eines sichereren Führungssinnes im täglichen Leben und in ihren täglichen Angelegenheiten bedürfen.
In der „Historischen Skizze” auf Seite 17 im Kirchenhandbuch lesen wir: „In einer Versammlung der Christian Scientist Association [des christlich-wissenschaftlichen Vereins] am 19. April 1879 wurde auf Antrag von Mrs.
Demut und Herrschaft gehen Hand in Hand. Wo das eine zu finden ist, ist sicher auch das andere, Er, der sagte: „Was heißest du mich gut? Niemand ist gut denn der einige Gott”, wußte sehr gut, daß der Sohn eins ist mit dem Vater, und daß G ottes Sohn die unendliche Güte G ottes vollkommen widerspiegelt.
Die Offenbarung der Christlichen Wissenschaft erhebt uns über düsteren Aberglauben, scheinheiliges Leiden oder den Glauben, daß dem Fortschritt Rückschritt vorangehe oder umgekehrt. Sie offenbart G ott als das immerwährende Gute, als immerwährende Macht, immerwährende Harmonie, und den Menschen als Seinen immerwährenden Zeugen.
Manchmal mögen wir wohl allzugern glauben, daß die Zeit, in der wir leben, dem Aberglauben entwachsen sei. Zweifellos haben gesittete Völker viele ihrer früheren rohen Religionsformen aufgegeben.
Stilles geistiges Lauschen, stilles Ausschließen falscher Gedanken und Gefühle sind das Kennzeichen der göttlich wahrnehmenden und empfänglichen Haltung, die wir Gebet nennen. „Ein sanfter und stiller Geist” ist unser Schutz gegen mentalen Aufruhr und gegen die Angriffe des persönlichen Sinnes.
Vielleicht in nichts anderem bekundete unsere Führerin größere Weisheit als darin, daß sie die Bibel und „Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift” als „unsere einzigen Prediger” (Christlich-wissenschaftliches Vierteljahrsheft, Erklärende Bemerkung, S. ii) einsetzte, und die Lektionspredigten vorsah, die in unseren Kirchen gelesen werden.