
Editorials
Eine der quälenden, begrenzenden Annahmen der Menschheit, der so viel Anfechtung und Unruhe, Jammer und Elend entspringt, ist die Vorstellung von Zufall, der anerzogene Glücksaberglaube, die Annahme, daß die Dinge rein zufällig geschehen. Die Vorstellung von Zufall bietet eine bequeme Entschuldigung für Unterlassungsund Begehungsfehler und dient auch vielfach als Erklärung für Unfälle.
Geistiger Gewinn ist mehr als bloßes Umstellen sterblicher Gedanken: es ist deren Verdrängung durch geistige Ideen. Die Christliche Wissenschaft ist nicht eine weitere Religion: sie ist die allen Menschen unentbehrliche Wissenschaft des L ebens.
Auf Seite 208 in „Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift” erklärt Mrs. Eddy in dem Abschnitt mit der Randüberschrift „Krankheit als nur gedanklich”: „Ein materieller Körper drückt nur ein materielles und sterbliches Gemüt aus.
Wenn die Winterkälte dem herannahenden Frühling weicht, schwillt die Knospe, öffnet sich und entfaltet sich zur Blüte. Der Frühling ist eine Zeit der Entfaltung, des Ausdrucks, der Erfüllung lang zurückgehaltener Verheißung.
Das Verhalten der heutigen aufgeklärten Menschheit dem Krieg gegenüber läßt erkennen, daß der Sauerteig geistiger Wahrheit im Weltdenken unwiderstehlich am Werke ist. Friedensfreunde haben allerlei menschliche Theorien und Mittel, durch die der Krieg abgeschafft werden soll, verbreitet und willkommen geheißen.
Als Paulus schrieb: „So bestehet nun in der Freiheit, zu der uns Christus befreit hat, und lasset euch nicht wiederum in das knechtische Joch fangen”, wandte er sich an die Galater auf Grund der Treue gegen ihre geistige Überzeugung. Das Evangelium Christi Jesu hatte sie in dem Maße, wie sie es verstanden, befreit.
Vor einigen Jahren war ein Krankenhaus in einer großen Stadt unter dem Namen „Heim für Unheilbare” bekannt. Die meisten der dorthin überwiesenen Menschen glaubten an den Ausspruch der Ärzte, daß sie unheilbar seien.
Der Durchschnittssterbliche mag sich für einen menschlichen Automaten halten und glauben, daß er sich seelisch und körperlich selber bewege und selber regiere,— mag sich oft wie ein Sklave irriger Regungen vorkommen. Von den Folgen dieser menschlichen Selbstüberhebung kann er nur dadurch befreit werden, daß er sich unter G ottes allweise geistige Regierung stellt.
Was die Christliche Wissenschaft über das Böse lehrt, ist klar: sie lehrt, daß das Böse unwirklich ist. Wie gelangte Mrs.
Auf Seite 232 in „Miscellaneous Writings” schreibt Mrs. Eddy: „In dem Maße, wie wir materielle Systeme und Theorien, persönliche Lehren und Lehrsätze aufgeben und demütig den Berg der Wissenschaft erklimmen, erreichen wir die höchste Vollkommenheit in allen Dingen”.