
Editorials
Die Christlichen Wissenschafter sind über das Wesen des G ottes, den sie anbeten, nicht im geringsten im Zweifel. Sie verstehen, daß Er das allmächtige G emüt oder der allmächtige G eist, die unendliche W ahrheit, die unendliche L iebe ist.
In seinem Kampfe gegen das Böse wird der Christliche Wissenschafter beständig aufgefordert, der W ahrheit zuzustimmen und den Irrtum abzulehnen. Man kann nicht gleichzeitig mit der W ahrheit und dem Irrtum übereinstimmen und beiden gehorchen, und der Christliche Wissenschafter stellt sein ganzes Bemühen andächtig in den Dienst der W ahrheit.
Gegen die Christliche Wissenschaft wird häufig eingewendet, daß sie in Abrede stellt, daß die Materie in jeder Form wirklich sei, und daß Jesus G ott war. Der Widerstand gegen diese Religion verschwindet in dem Verhältnis, wie ihre Lehren über diese beiden Punkte mit deren Grundlagen und praktischen Folgen verstanden werden.
Die Sterblichen wenden sich in Gedanken vielleicht zu keiner andern Jahreszeit mehr der Betrachtung der mit der Zeit verknüpften Dinge zu als am Neujahr. Das alte Jahr mit seinen vielen und mannigfaltigen Erlebnissen ist vorüber, und sie sind geneigt, freudig oder mit Bedauern noch bei ihnen zu verweilen.
Ungestüm ist vielleicht das Kennzeichen, das einem in erster Linie in den Sinn kommt, wenn man an den Jünger Petrus denkt. Aber gerade er, der aus Furcht, sittlicher Feigheit und aus falscher Vorstellung von Selbsterhaltung seinen geliebten Meister verriet und über seinen Verrat beschämt den Kopf hängen ließ, predigte später das Christentum, heilte die Kranken und weckte die Toten auf.
Vor der Geburt Jesu wurde das Volk Israel etwa 800 Jahre lang von einer selbstherrlichen Macht nach der andern—von Assyrien, Babylonien, Persien, Mazedonien, Ägypten, Syrien, Rom—besiegt, zerstreut, verbannt oder unterdrückt. In dieser langen Zeit war die Unterwerfung nur durch verhältnismäßig kurze Zwischenräume tatsächlicher Unabhängigkeit unterbrochen.
Der Christliche Wissenschafter hat zu seiner Religion großes Vertrauen, weil er überzeugt ist, daß die Christliche Wissenschaft ihm die Wahrheit über G ott und Seine Schöpfung verkündet und ihn dadurch befähigt, zwischen der W ahrheit und dem Irrtum, zwischen dem Wirklichen und dem Unwirklichen zu unterscheiden. Mrs.
Ein wahrer Christlicher Wissenschafter ist G ottes Zeuge; und die getreue Ausführung dieser heiligen Aufgabe ist der erhabene Zweck seines täglichen Lebens. Er muß mit Christus Jesus von Herzen sagen lernen: „Ich bin dazu geboren und in die Welt gekommen, daß ich für die Wahrheit zeugen soll”.
In dem allein wirklichen Weltall erzeugt das unendliche G emüt oder P rinzip genau das, was der Mensch verbrauchen kann und sollte. Ebenso genau teilt das G emüt diese angemessene Versorgung dem einzelnen Menschen zu.
Die Christliche Wissenschaft zieht eine klare Scheidelinie zwischen selbstloser Liebe als der Widerspiegelung der göttlichen L iebe, die an heilender Kraft reich ist, und rein menschlicher Selbstlosigkeit, die allen Menschen, von denen manche ungebührlich anspruchsvoll sein können, zur Verfügung steht. Diese zeitund gedankenraubende sogenannte Freundlichkeit wird leicht mißbraucht und kann sowohl den Selbstlosen als auch diejenigen, an die sie irrtümlich verschwendet wird, berauben.