
Editorials
„Und wie ihr wollt, daß euch die Leute tun sollen, also tut ihnen gleich auch ihr”. Diese Worte Christi Jesu berichtet Lukas im 6.
Warum bestehen die Christlichen Wissenschafter so sehr darauf, daß es wichtig sei, G ott zu verstehen? hört man oft Leute fragen, die die Christliche Wissenschaft untersuchen. Die Wichtigkeit, G ott zu verstehen, ergibt sich aus Seiner Beziehung oder aus dem Fehlen Seiner Beziehung zu allen Gegenständen des menschlichen Denkens, ungeachtet dessen, ob der Gegenstand wirklich oder nur scheinbar ist.
Alle, denen es an Kraft gebricht, können im 40. Kapitel des Propheten Jesaja die herrliche Verheißung finden: „Die auf den Herrn harren, kriegen neue Kraft, daß sie auffahren mit Flügeln wie Adler, daß sie laufen und nicht matt werden, daß sie wandeln und nicht müde werden”.
Auf Seite 63 in „Retrospection and Introspection” erklärt Mrs. Eddy: „Wenn wir die Autorität der Sünde leugnen, fangen wir an, sie zu untergraben; denn diese Bloßstellung muß ihrer Zerstörung vorangehen”.
Das christlich-wissenschaftliche Heilen läßt sich auf verschiedene Arten richtig ansehen. So kann es einen persönlichen Vermittler und einen persönlichen Gegenstand einschließen oder nicht einschließen.
Unsere Führerin schreibt in ihrem Aufsatze „Nütze deine Zeit aus” (Miscellaneous Writings, S. 230): „Erfolg im Leben hängt von nichts so sehr ab wie von beharrlicher Anstrengung und vom Ausnützen von Augenblicken”.
Über das Vertrauen Christlicher Wissenschafter zu ihrer Religion haben sich Andersgläubige schon oft geäußert, wenn sie gesehen haben, wie Wissenschafter unter Verhöhnung und sogar unter Verfolgung standhaft geblieben sind und sich dadurch nicht abhalten ließen, die Arbeit der christlich-wissenschaftlichen Bewegung weiterzuführen. Viele haben sich darüber gewundert und nach dem Grund gefragt, da sie fühlten, daß ein solches Vertrauen und Beharren seinen guten Grund haben müsse.
Jesus erklärte, der Zweck seines Lebens sei, „für die Wahrheit zu zeugen” (Joh. 18, 37).
Durch ihre Lehre, daß G ott das göttliche G emüt, das unendlich Gute ist, und daß der Mensch das Bild oder die Widerspiegelung des G emüts ist und daher das unbegrenzte Gute zum Ausdruck bringt, trägt die Christliche Wissenschaft heute mehr zur Gesundheit der Menschen bei als irgend ein anderes Verfahren in der Welt. Denn was bedeutet diese große Wahrheit der unendlichen Güte G ottes? Doch nichts anderes, als daß Harmonie wirklich und Disharmonie unwirklich ist! Mit andern Worten, daß alles Gute und Harmonische wirklich ist, daß aber Sünde, Leid, Leiden, Krankheit, Mangel — Böses jeder Art — unwirklich ist.
Als Jesus auf dem Wege nach Emmaus zwei seiner Jünger einholte, sagte er zu ihnen: „Was sind das für Reden, die ihr zwischen euch handelt unterwegs, und seid traurig?” Obwohl er seinen Jüngern ausdrücklich gesagt hatte, daß er am dritten Tage auferstehen werde, fand er nun, daß sie über Vergangenes nachdachten anstatt freudig vorwärts zu schauen, daß sie dem Augenschein des körperlichen Sinnes und nicht dem des geistigen Sinnes glaubten. Daher ließen sie sich durch die Einflüsterung von Verlust und Fehlschlag traurig stimmen, obgleich die W ahrheit allezeit siegreich war und ist und das L eben ewig ist.