
Editorials
Freude wird oft als die Folge glücklicher menschlicher Zustände angesehen; aber dieser Begriff von Freude macht sie von sterblichen und irdischen Umständen abhängig. Die Christliche Wissenschaft dagegen enthüllt, daß Freude die Begleiterscheinung der Geistigkeit und daher von menschlichen Zuständen unabhängig und keinen Schwankungen unterworfen ist.
Gegenwärtig machen sich auf Gebieten, die an die Religion angrenzen, verschiedene Entwicklungen bemerkbar. Einmal zeigt sich in der Naturwissenschaft eine bestimmte Abkehr von dem Glauben, daß der Mensch vom Affen abstamme.
In der Christlichen Wissenschaft lernen wir verstehen, daß Demut die Herrschaft über das Böse, nie aber die Unterwerfung darunter fördert; denn wer wahrhaft demütig ist, sucht jederzeit die Allmacht G ottes, des Guten, zu beweisen, sucht durch die Erkenntnis, daß es nur ein G emüt gibt, „alle Vernunft unter den Gehorsam Christi gefangen zu nehmen”. Man sieht also, daß Demut und der Glaube an Krankheit unvereinbar sind; denn Demut anerkennt nur die Harmonie und die Heiligkeit G ottes als wirklich und ist bestrebt zu beweisen, daß der Mensch, G ottes Gleichnis, alle geistigen Gaben einschließlich Gesundheit vollkommen und ununterbrochen zum Ausdruck bringt.
„Das Wenige, was ich vollbracht habe, ist alles durch Liebe — selbstvergessende, geduldige, unbeirrte Zärtlichkeit — geschehen” (The First Church of Christ, Scientist, and Miscellany, S. 247).
Die christliche Religion einschließlich der Christlichen Wissenschaft hätte mehr tatsächliche und tätige Anhänger, wenn sie öfter als Lebensbahn, als Lebensweg angesehen würde. Das Christentum hieß zuerst „der Weg”, vergl.
Wir freuen uns, mitzuteilen, daß der christlich-wissenschaftliche Wohltätigkeitsverein für die Küste des Stillen Meeres nun ins Handelsregister eingetragen ist. Dieser Verein wird das zur Zeit im Bau befindliche Sanatorium in San Franzisko in Betrieb nehmen, und es wird den gleichen Zwecken und Zielen dienen wie das des ursprünglichen christlich-wissenschaftlichen Wohltätigkeitsvereins im Staate Massachusetts, der seit 1.
Die Christliche Wissenschaft lehrt, daß G ott das unendliche und vollkommene G emüt ist, und daß der Mensch die vollkommene Idee, das Bild oder die Widerspiegelung des G emüts ist. Es kann daher gesagt werden, daß der vollkommene G ott und der vollkommene Mensch die Norm der Christlichen Wissenschaft ist.
Nachdem Jesus die Beschuldigung der Pharisäer, daß er durch Beelzebub, den Obersten der Teufel, heile, zurückgewiesen hatte, fügte er hinzu: „So ich aber durch Gottes Finger die Teufel austreibe, so kommt ja das Reich Gottes zu euch”. Wir fragen uns: Was ist dieser Finger G ottes? Es ist jeder Gedanke, der auf das L eben, die L iebe, den G eist hinund von deren Gegensätzen wegweist.
Fähigkeit kann als die Kraft, Ergebnisse zu erzielen, angesehen werden. „Tüchtigkeit ist Tatkraft, bestimmte Ergebnisse hervorzubringen,— die Kraft, die tatsächlich etwas leistet, zum Unterschied von derjenigen, die etwas leisten könnte”, heißt es im „Practical Standard Dictionary” (Praktischen Normalwörterbuch) unter “power” (Kraft).
Es kommt oft vor, daß Leute, wie man zu sagen pflegt, an ihrem Schatten erschrecken, weil sie ihn für etwas Greifbares halten, bis die Vernunft sie über den Irrtum aufklärt. Die Christliche Wissenschaft vollbringt die größere Aufgabe und führt die Menschen aus dem Schatten der Sinnenwelt heraus.