
Editorials
Sind je trostreichere Worte geäußert worden als die Worte Jesajas in seiner großen Aufforderung zur Buße: „Wenn eure Sünde gleich blutrot ist, soll sie doch schneeweiß werden; und wenn sie gleich ist wie Scharlach, soll sie doch wie Wolle werden”? Wie oft haben diese Worte das sündenbeladene Herz angesprochen, Hoffnung eingeflößt und den Glauben in der Kraft belebt, die für die Gerechtigkeit wirkt! Unverkennbar sagen sie selbst dem verstockten Sünder, dessen Sünden blutrot und wie Scharlach sind, daß er gereinigt werden und „schneeweiß” werden kann. Was veranlaßte den Propheten, solch gütige Worte zu äußern? Seine Erkenntnis G ottes.
Wenn erkannt wird, daß Heiligkeit das Wahre, das Verständige, das Liebliche, das Herrliche in sich schließt; wenn eingesehen wird, daß Heiligkeit nur ein anderer Name für göttliche Ganzheit, für Gesundheit ist, für alles, was von G ott, dem Guten, kommt, dann werden die Menschen bereit sein, sie von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von allen Kräften zu suchen. Die Welt im allgemeinen hat das Erlangen der Heiligkeit in eine künftige Zeit verwiesen, aber die Christliche Wissenschaft entfaltet vor unseren Augen das allgegenwärtige Wesen der Heiligkeit, und niemand braucht die Stunde des Beweisens seiner eigenen Einheit mit Heiligkeit aufzuschieben.
Daß Mrs. Eddy die Ausübung des Heilens durch geistige Mittel auf eine hohe Stufe stellte, ist allen ihren Schülern wohl bekannt.
Die ganze Welt verlangt nach dem Guten. Sogar derjenige, der ganz in Sünden versenkt zu sein scheint, bildet sich ein, er gewinne dadurch etwas Begehrenswertes; er pflegt zu sagen, daß in dem, was er tue, etwas Gutes sei.
Mrs. Eddy erklärt wiederholt die wichtige Rolle, die die Furcht als Ursache von Krankheit und von verschiedenen anderen Formen der Widerwärtigkeit spielt.
„Geht aber und predigt und sprecht: Das Himmelreich ist nahe herbeigekommen. Macht die Kranken gesund, reinigt die Aussätzigen, weckt die Toten auf, treibt die Teufel aus”.
Die Christliche Wissenschaft lehrt, daß die Christen gegen alle Arten von Übel gefeit sein sollten. Ehe der Meister seine gläubige Jüngerschar verließ, sagte er zu ihnen: „Die Zeichen aber, die da folgen werden denen, die da glauben, sind die:.
Die Menschen sind sich nicht immer bewußt, daß jeder Gedanke, den sie hinsichtlich einer Zukunft hegen, immer eine Art Prophezeiung ist. Wie der Gedanke, den sie festhalten, so ist auch ihre Erwartung entweder auf eine gute oder eine böse Aussicht gerichtet, und von gleicher Art ist ihr Prophezeien.
Die erhabene Wahrheit, die Wirklichkeit des Geistigen, und die entsprechende Tatsache, die Unwirklichkeit des Sinnlichen, durchdrangen alle Lehren Jesu. Bei vielen Gelegenheiten lehrte und erläuterte er durch Beispiele die Herrschaft des G eistes über körperliche Zustände, für alle Menschen zu allen Zeiten die Allheit G ottes und die Unwirklichkeit dessen beweisend, was dem G eist unähnlich ist.
„Ich schwöre bei mir selbst, und ein Wort der Gerechtigkeit geht aus meinem Munde, dabei soll es bleiben: Mir sollen sich alle Kniee beugen und alle Zungen schwören”. Mit diesen Worten stellt Jesaja die Rede G ottes dar, und die ganze Bibel hebt diese Erklärung mit Nachdruck hervor.