
Editorials
Was für ein Abgrund besteht doch zwischen den Annahmen, die die Sterblichen über den Menschen hegen, und der Wahrheit über ihn! Es ist ein Abgrund, der so weit ist, daß er unüberbrückbar ist; denn die Annahmen der Sterblichen über den Menschen sind unwirklich, während die Wahrheit über ihn wirklich ist. Obgleich es im ersten Kapitel des ersten Buchs Mose in klarster Sprache heißt: „Gott schuf den Menschen ihm zum Bilde”, und obgleich daraus, daß G ott vollkommen ist, folgen muß, daß auch der Mensch vollkommen ist, wie beharrlich ist dennoch der Glaube an die Unvollkommenheit des Menschen! Ja, nur durch das Verständnis, das die Christliche Wissenschaft von G ott und dem Menschen als dem vollkommenen P rinzip und der vollkommenen Idee verleiht, erwacht die Welt im Ernste zu der unbedingten Wahrheit und ihren weitreichenden Folgen.
Daß der Mensch stets bereit ist, zu empfangen,— das unendlich Gute zu empfangen — ist eine dem Christlichen Wissenschafter bekannte Redensart. In „The First Church of Christ, Scientist, and Miscellany” (S.
Eine Tatsache von ungeheurer Wichtigkeit, die Mrs. Eddy durch die Offenbarung der Christlichen Wissenschaft der Welt gegeben hat, ist, daß G ott das unendlich Gute ist.
In „Rudimental Divine Science” (Anfangsgründe der Göttlichen Wissenschaft, S. 9) hat Mrs.
In seinen Briefen an Timotheus, seinen „rechtschaffnen Sohn im Glauben”, gibt Paulus sehr viel überaus wertvollen Rat. Der treue Apostel der Heiden hatte den Samen der W ahrheit in weit umher zerstreute Felder gesät, und er war zärtlich um sein Wachstum besorgt.
Die Kraft des göttlichen G emüts, die verborgensten Winkel des menschlichen Denkens durch den Christus, die W ahrheit, zu erreichen und dadurch seine falschen Ansprüche aufzudecken und zu zerstören, ist in „Unity of Good” (S. 2) ausführlich dargelegt.
Die Worte Jesu: „In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden”, sind für jeden Schüler der Christlichen Wissenschaft eine Quelle beständiger Ermutigung. Es sind die Worte des gottähnlichsten Menschen, der je gelebt hat, die Worte dessen, der mehr als jeder andere die unbedingte Wahrheit über G ott und Seine Schöpfung wußte, und, was sehr zu beachten ist, sie wurden am Vorabend seines Verrats gesprochen, als es schien, als ob sein Leben ein Mißerfolg gewesen sei.
In „Miscellaneous Writings” (S. 13) sagt Mrs.
Die Christlichen Wissenschafter sind sich der Notwendigkeit bewußt, daß sie sich vor den versuchten Übergriffen des Bösen beständig schützen müssen. Sie wissen, wie notwendig es ist, die Tore ihres Denkens gegen den allgemeinen Feind verschlossen zu halten.
Dem Christlichen Wissenschafter muß das Verlangen, G ott erkennen zu lernen, stets das Höchste sein. Da die Christliche Wissenschaft lehrt, daß G ott alles Gute in sich schließt, folgt unfehlbar, daß es außerhalb einer solchen Erkenntnis nichts Wünschenswertes geben kann.