
Editorials
Die Christlichen Wissenschafter begegnen bei ihrem Dartun der Wissenschaft des Seins allerlei das Denken oder die Gesinnung betreffenden Fragen, die mit falscher Beurteilung zusammenhängen. Die Form, gegen die man sich am meisten zu schützen sucht, ist das irrige Beurteilen und Verdammen unseres Nächsten.
Als Mrs. Eddy erklärte, das Böse sei unwirklich, wurde sie von der Welt verspottet.
Der Verfasser des Buchs der Sprüche war von der Notwendigkeit des geistigen Vorbereitetseins so überzeugt, daß er in seiner berühmten Weisheitssammlung schrieb: „Die Vorbereitung des Herzens im Menschen und die Antwort der Zunge sind vom Herrn” (engl. Bibel).
In „Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift” legt Mrs. Eddy kurz aber bündig das Geheimnis der Kraft offen dar, mit der Christus Jesus ausgerüstet war, und die ihn befähigte, die Heilungswerke zu vollbringen, die im Neuen Testament von ihm erzählt sind.
„Und sie verwunderten sich seiner Lehre; denn seine Rede war gewaltig”. Mit diesen Worten weist Lukas auf die Tatsache hin, daß Jesus die Kraft der Wahrheit, die er lehrte, durch überzeugendes Dartun bewies.
Die Sterblichen kommen oft in die Versuchung zu glauben, G ottes Werk sei noch nicht vollständig, und das göttliche Wollen und Wirken könne durch Bitten und Flehen geändert werden, um den menschlichen Wunsch nach Abhilfe scheinbarer menschlicher Bedürfnisse besser zu erfüllen. Hierüber besteht jedoch kein Zweifel.
Wohl kein Sprichwort wird so oft erwähnt wie das folgende: „Reden ist Silber, Schweigen ist Gold”. Trotzdem haben die Menschen die Weisheit des Schweigens sehr langsam gelernt.
Im christlich-wissenschaftlichen Lehrbuch, „Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift” (S. 205), schreibt Mrs.
Es ist nichts Außergewöhnliches, daß die Sterblichen versuchen, auf diejenigen, die ihnen zugesellt sind, seien es ihre Mitarbeiter, ihre Familienangehörigen oder ihre Schüler in öffentlichen oder in Privatschulen — kurz, auf alle, mit denen sie in menschlichen Beziehungen irgend welcher Art stehen, einen zwingenden und ungebührlichen Einfluß auszuüben. Dieser Zwang erfolgt häufig als Ausdruck des Wunsches, denen, deren Freiheit umgrenzt wird, eine Wohltat zu erweisen.
In manchen Teilen des Feldes scheint man dahin zu neigen, an die Tauglichkeit für die Mitgliedschaft bei den Zweig-Kirchen so unerbittliche und strenge Anforderungen zu stellen, daß ihre Erlangung fast unmöglich ist. Würdige Bewerber werden aufgefordert, vor einem Prüfungsausschuß oder einem Mitgliedschafts-Komitee zu erscheinen, um eine Reihe von Fragen zu beantworten, die so hart und eindringlich sind und die Prüfung zu einem solch unerquicklichen Verhör gestalten, daß einem eher vor ihr graut, als daß man sie freudig willkommen heißt.