
Editorials
„Eigenliebe ist undurchsichtiger als ein fester Körper. Laßt uns in geduldigem Gehorsam gegen einen geduldigen G ott daran arbeiten, daß wir mit dem universalen Lösungsmittel der L iebe das harte Gestein des Irrtums—Eigenwillen, Selbstgerechtigkeit und Eigenliebe—auflösen, welches gegen die Geistigkeit ankämpft und das Gesetz der Sünde und des Todes ist”, schreibt Mrs.
In der Offenbarung weist Johannes auf diejenigen hin, die mit dem Lamm „auf dem Berg Zion” standen, auf diejenigen, die „folgen dem Lamme nach, wo es hin geht”, und sagt von ihnen, „in ihrem Munde ist kein Falsch gefunden; denn sie sind unsträflich vor dem Stuhl Gottes”. Was für ein vollkommenes Bild ist dies von der Unschuld derjenigen, die gelernt haben, der „geistigen Idee der L iebe” zu folgen, die Mrs.
Die Erwiderung des Petrus an den lahmen Mann, der ihn und den Johannes „vor der schönen Tür des Tempels” um Almosen bat, als sie miteinander hinaufgingen, um zu beten, enthält eine wertvolle Botschaft für alle, die willig sind zu hören. „Silber und Gold habe ich nicht”, erklärte der Jünger, der oft der ungestüme genannt wird, „was ich aber habe, das gebe ich dir”.
Sehr viel Aufmerksamkeit wird heutzutage dem geistigen Heilen geschenkt. Überall erkundigen sich Männer und Frauen nach seiner Möglichkeit; und wer nicht von Vorurteil geblendet ist, erkennt an, was die Christliche Wissenschaft tut.
Immer und immer wieder haben die Menschen danach verlangt, zu vergeben,—ja, und auch zu vergessen! Doch wie selten haben sie es verstanden, wahres Vergeben und Vergessen zu vollbringen! In der Tat ist dies im allgemeinen für so schwierig gehalten worden, daß die Menschheit Jesu Ermahnung, „siebzigmal siebenmal” zu vergeben, anscheinend in das Reich des Unmöglichen verwiesen hat. Mancher, der sich Christ nennt, hat sich unter dem Druck eines ihm zugefügten Unrechts eingeredet, Groll und Wiedervergeltung seien christliche Tugenden, und seien sogar zum Wohle desjenigen, der das Unrecht begangen hat, nötig.
In der Auslegung des Ersten Buchs Mose, die Mrs. Eddy in „Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift” (S.
Die Liebe G ottes! Was für Wunder des Guten schon die Worte allein entfalten! Ja, was für Ausblicke des Friedens und des Glücks und der Freude eröffnen sie einem, wenn man sie in Verehrung und Demut ausspricht! Wie sie dem Lärm Einhalt gebieten, und was für ein Gefühl der Ruhe sie augenblicklich hervorrufen! Wer sehnt sich nicht nach einem weiteren Verständnis ihrer Bedeutung und nach einer klareren Erkenntnis des Wegs, sie zu erfassen? Die Liebe G ottes! Selbst wenn wir nur anfangen, an G ottes Liebe zu denken, wie verlangen wir danach, die Segnungen, die sie in sich schließt, zu verwirklichen! Was erzählt sie nicht von Seiner erstaunlichen Zärtlichkeit und Güte, Seiner Gnade und Gerechtigkeit, Seiner Macht zu beschirmen und Seinem Willen zu trösten und zu erhalten? Wenn man sich der Liebe G ottes immer bewußt wäre, wo könnte dann Raum sein für Zweifel und Furcht, Mangel oder Mißton irgend welcher Art? Es gibt keinen Ort für einen Begriff vom Bösen oder für etwas, was unweise oder unwahr ist. Die Worte scheinen von all dem Guten zu erzählen, das der Psalmist und der Dichter durch alle Zeiten hindurch besungen haben.
Eine der besonders hervortretenden Erscheinungen des heutigen religiösen Lebens ist die Neigung zur Ausübung des geistigen Heilens. Das Verfahren des geistigen Heilens ging der christlichen Kirche früh verloren; und es wurde erst durch Mrs.
Eine der vielen von Mrs. Eddy geschriebenen Stellen, für die die Christlichen Wissenschafter tief dankbar sind, befindet sich in der geistigen Auslegung des Gebets des Herrn in „Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift” (S.
Es ist für den Christlichen Wissenschafter nichts Ungewöhnliches, wenn die Versuchung an ihn herantritt, er soll der Täuschung glauben, daß er dem Bösen gegenüber machtlos sei. Er geht wohl ruhig seinen Weg, erfreut sich seines Geschütztseins vor den Anstürmen des Bösen und glaubt, sein Verständnis von der Allheit des Guten sei so fest gegründet, daß nichts ihn bewegen, nichts die Standfestigkeit seines geistigen Gleichgewichts stören kann, bis plötzlich eine Erscheinungsform der bösen Annahme seinen Weg kreuzt.