
Editorials
Hat es je eine Zeit gegeben, in der kein Krieg geführt wurde? Wenn auch viele Menschen es nicht wissen, so ist es doch Tatsache, daß der Keim des Krieges im Geheimen äußerst tätig ist. Ungesehen wirkt er in Heimstätten, in Geschäftsunternehmungen und in Regierungen und stiftet Zwietracht unter Menschen und Völkern.
Eine der herrlichsten Stellen in den Schriften des Apostels Paulus findet sich im fünften Kapitel seiner Epistel an die Römer: Sie lautet: „Hoffnung aber läßt nicht zu Schanden werden. Denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unser Herz durch den heiligen Geist, welcher uns gegeben ist.
Zeiten der Anfechtung sind Prüfungszeiten, in denen der Irrtum alles aufbietet, um seine Ansprüche zur Geltung zu bringen. Das menschliche Gemüt wird von den Argumenten des Irrtums beeinflußt, von dessen Einflüsterungen verwirrt, von dessen Drohungen beunruhigt, von dessen Versprechungen angelockt und fällt zuweilen den Wahrspruch zu dessen Gunsten.
Das Fragen und sehnliche Suchen der Menschheit kommt in folgenden Worten des Hiob zum Ausdruck: „Welches ist der Weg, da das Licht wohnet?“ Diejenigen, die das Sehnen und Suchen nach dem Lichte aufgeben, läßt Jeremia sagen: „Da wird nichts aus; wir wollen nach unsern Gedanken wandeln und ein jeglicher tun nach Gedünken seines bösen Herzens. “ Dann geschieht genau das, was Jesus sagte: „Denn von innen, aus dem Herzen der Menschen, gehen heraus böse Gedanken: Ehebruch, Hurerei, Mord, Dieberei, Geiz, Schalkheit, List, Unzucht, Schalksauge, Gotteslästerung, Hoffart, Unvernunft.
Wir werden zur gegenwärtigen Zeit fortwährend an unsere Pflicht gegen diejenigen erinnert, die zu Land und zur See so mutig die Zivilisation schützen helfen, was im wahreren Sinne die Beschützung des Christentums bedeutet. Natürlich wird sich keiner von uns seiner Aufgabe in dieser Hinsicht entziehen wollen; aber wie wir sie am besten ausführen können, muß ein jeder lernen.
Der aufmerksame Beobachter des Weltkrieges legt sich wohl die Frage vor: Was kann ich zur Herstellung des Friedens beitragen? Als Antwort kann das altbekannte Sprichwort dienen: „Die L iebe fängt bei sich selber an. “ Welcher Art ist der eigene Gemütszustand? Wie steht es mit den eigenen Zwecken und Verfahrungsarten? Um das Wesen des vollkommenen Friedens zu erfassen, muß man sowohl die L iebe der Mutter wie die Stärke des Vaters haben.
Wohl allenthalben in der Christenheit wie auch unter dem jüdischen Volk hat die Befreiung Jerusalems viele dazu veranlaßt, das sechsunddreißigste Kapitel im Propheten Hesekiel aufmerksam zu studieren. Die Verheißung, welche der Prophet in früheren Weissagungen indirekt zum Ausdruck brachte, wird hier direkt gegeben und verallgemeinert, von der Vollmachtsangabe begleitet: „So spricht der Herr.
Die hinter uns liegende Festzeit und die Gedanken, die die Menschen beschäftigt haben, lassen einen Hinweis auf Mrs. Eddys folgende Worte als angebracht erscheinen (Miscellany, S.
„Ein Tag vor dem Herrn ist wie tausend Jahre, und tausend Jahre wie ein Tag,“ schreibt Petrus in seiner zweiten Epistel. Mrs.
Gewisse Ereignisse aus neuester Zeit regen zum ernsten Nachdenken über das Jerusalem der Vergangenheit und der Gegenwart an und rufen die Worte des Psalmisten wieder ins Gedächtnis: „Wünschet Jerusalem Glück! Es möge wohl gehen denen, die dich lieben!“ Die Christlichen Wissenschafter haben gelernt, mit Ehrfurcht an das zu denken, was anderen heilig ist, besonders wenn es einen erhebenden Einfluß ausübt. Jerusalem spricht uns ganz besonders an, vor allem weil es gleichsam die Wiege unseres Glaubens ist.