
Editorials
Nirgends findet sich eine bestimmtere Widerlegung der vielfach geäußerten Behauptung, daß die Christlichen Wissenschafter nicht beteten, als auf Seite 133 von „Miscellaneous Writings,“ wo Mrs. Eddy in einem Brief an einen Herrn, der die Christlichen Wissenschafter angegriffen und unsre Führerin „die gebetlose Mrs.
Beim Lesen der vielen Dankesbezeugungen von Personen, deren Bedürfnissen durch den Fonds zur Linderung der Kriegsnot, zu dem die Christlichen Wissenschafter in den Vereinigten Staaten beigesteuert haben, einigermaßen abgeholfen worden ist, kann man nicht umhin, diese Hilfeleistung als eine Veranschaulichung der Lehre in Wissenschaft und Gesundheit (S. 518) anzusehen: „Die geistig Reichen Helfen den Armen in einer großen Brüderschaft, und alle haben dasselbe P rinzip oder denselben Vater, und gesegnet ist der Mensch, der seines Bruders Not sieht und ihr abhilft und das eigne Gute in dem eines andern sucht.
Es gibt wohl keine Stelle in der Heiligen Schrift, die den Christlichen Wissenschaftern so teuer ist und von ihnen so oft angeführt wird wie der Ausspruch des Meisters: „Und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch freimachen. ” In dem Maße, wie wir die Bedeutung dieser Worte erkennen, werden wir frei von allen Übeln, die uns jetzt in Banden zu halten scheinen oder uns für die Zukunft drohen, mögen sie sich als Krankheit, Kummer, Sünde oder Armut kundtun.
Beim Lesen der Geschichte vom ungläubigen Thomas muß man sich nur wundern über den hartnäckigen Zweifel dieses Jüngers. Dabei kann man sich die Tiefe der Niedergeschlagenheit und Mutlosigkeit vorstellen, in welche ihn dieser schlimme Fehler gestürzt hatte.
Es gibt keine bessere und leichtere Verfahrungsart, sich eine praktische Kenntnis von der Christlichen Wissenschaft anzueignen, als die, welche Mrs. Eddy auf Seite 495 von Wissenschaft und Gesundheit dargelegt hat.
Dank ihrem geistigen Wahrnehmungsvermögen, mit welchem sie so reichlich ausgerüstet war und welches sie zum Heil der Menschheit gebrauchte, sah Mrs. Eddy klar voraus, daß eine der größten Gefahren, welche der ihr so teuren Sache der Christlichen Wissenschaft drohen, in jenem Zustand des sterblichen Gemüts besteht, den sie „rein persönliche Zuneigung” genannt hat (Kirchenhandbuch, S.
Christus ist mit Recht „ein großer Radikaler” genannt worden. Ebensowahr ist es aber, daß er ein großer Konservativer war.
Den meisten Christen ist die Erklärung des Apostels Paulus bekannt: „Das Wort G ottes ist lebendig und kräftig,” sowie auch die Stelle aus den Psalmen: „Sein Wort läuft schnell;” aber außer den Christlichen Wissenschaftern gibt es nur wenige, welche die in diesen Worten enthaltene Wahrheit praktisch anzuwenden wissen. Ja noch mehr: viele erklärte Christen verneinen geradezu, daß das Wort „lebendig” und „kräftig” und „schnell” genug sei, um in Fällen von Krankheit dem menschlichen Bedürfnis abzuhelfen.
Da die Christliche Wissenschaft bedeutend von andern Religionen und Heilsystemen abweicht, so ist es nicht zu verwundern, daß ihre Anhänger vielfach mißverstanden werden. Man betrachtet sie oft als Leute, die von einer Idee beherrscht sind und sich jedem andersdenkenden Menschen widersetzen.
Die Verwandtschaft der Christlichen Wissenschaft mit dem Christentum der ersten drei Jahrhunderte wird durch die Anwendung der Goldprobe festgestellt, die Jesus allen seinen Nachfolgern hinterließ: „An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. ” Wohl hat es in den dazwischenliegenden Jahrhunderten redliche und ernste Christen gegeben; aber bis zur Zeit der Entdeckung der Christlichen Wissenschaft durch Mrs.