
Editorials
Viele von denen, die in der Christlichen Wissenschaft Befreiung von ihren Leiden gesucht haben, wissen aus eigner Anschauung, daß die Erkenntnis der Wahrheit eine große Umwandlung in der menschlichen Erfahrung bewirkt — daß sie alles neu macht. Mit dieser Umwandlung wären wohl alle Menschen einverstanden, wenn nicht das Aufgeben von so manchem, was die materiellen Sinne wertschätzen, verlangt würde.
Es ist wohl einem jeden klar, daß zwischen dem Rechtsanwalt und seinem Klienten, dem Arzt und seinem Patienten, dem Pastor und seinem Gemeindemitglied eine Vertrauensbeziehung bestehen muß, d. h.
Seid aber Täter des Worts und nicht Hörer allein”— so lautet die Ermahnung des Apostels Jakobus an die christliche Kirche der ersten Tage. Diese Ermahnung gilt jedoch den Christen aller Zeiten.
Hinsichtlich der unmittelbaren Wirkung der Christlichen Wissenschaft sagt Mrs. Eddy: „Wahrheit und Irrtum sind beide der Wahrnehmung der Sterblichen näher gekommen” (Wissenschaft und Gesundheit, S.
Dem aufmerksamen Leser der Apostelgeschichte und der Episteln kann die Tatsache nicht entgehen, daß eine geraume Zeit und großes Wachstum in der Gnade nötig war, um die verschiedenen Gesichtspunkte derer, die sich in jenen Tagen zum Christentum bekannten, in Übereinstimmung zu bringen. Dies hat nicht nur auf diejenigen Bezug, die an viele Götter geglaubt hatten.
Der kluge Geschäftsmann nimmt am Schluß des Jahres ein Inventar auf, rechnet seinen Verlust oder Gewinn zusammen und macht seine Pläne für die Zukunft. In gleicher Weise nimmt sich der Christliche Wissenschafter Zeit, über Mrs.
Es ist ein erfreuliches Zeichen der Zeit, daß die Menschen in zunehmender Zahl sowohl die Nutzlosigkeit als auch die Taktlosigkeit und Schädlichkeit der Gewohnheit erkennen, Krankheiten und Leiden zum Gesprächsgegenstand zu machen, „The Ladies’ Home Journal“ [eine der besten und verbreitetsten Frauenzeitungen in Amerika] tut ihr Teil, in dieser Richtung eine Reform herbeizuführen. Wir erlauben uns, aus dem Leitartikel im Novemberheft dieser Zeitschrift folgendes anzuführen: Wären wir doch alle Christliche Wissenschafter (einen Augenblick, bitte, der Satz ist noch nicht zu Ende!) in einer Hinsicht: daß wir aufhören möchten, unsre Krankheiten und Leiden unter uns und in Gesellschaft zu erörtern.
Daß das Geld, welches von den Christlichen Wissenschaftern in Amerika zur Linderung der Not in den vom europäischen Krieg betroffenen Ländern beigesteuert worden ist, von den verschiedenen Komitees, die mit diesem Liebeswerk betraut worden sind, in einsichtsvoller und verständiger Weise verteilt wird, geht aus den nachstehenden kurzen Auszügen aus einigen der vielen Briefe von Empfängern von Unterstützung aus obigem Fonds hervor. „Wie wunderbar ich in letzter Zeit die Nähe G ottes gespürt, ist ganz unbeschreiblich.
Es muß den Kolossern überraschend gewesen sein, als der Apostel Paulus in seinem Brief an sie erklärte, „das Geheimnis, das verborgen gewesen ist von der Welt her und von den Zeiten her,” sei in den Worten geoffenbart: „Christus in euch, der da ist die Hoffnung der Herrlichkeit. ” Im gleichen Kapitel ermahnt der Apostel seine Leser, an dieser Hoffnung festzuhalten, und er erklärt, sein ihm von G ott verliehenes Predigtamt habe den Zweck, „daß wir darstellen” möchten „einen jeglichen Menschen vollkommen in Christo Jesu.
Die diesjährige Wiederkehr der Weihnachtszeit muß jeden denkenden Christen an den traurigen Kontrast erinnern zwischen dem Engelsgesang: „Friede auf Erden,” der an jenem ersten Weihnachtsfest auf Judäas Gefilden durch die Lüfte drang, und dem Aufeinanderprallen der Leidenschaften und dem Schrei des Schmerzes auf den Schlachtfeldern einer Anzahl christlicher Nationen unsrer Zeit. Hoffentlich wird in diesem grausigen Ringen eine wenn auch nur kurze Pause eintreten, so daß man über dem Getöse das Echo jener Engelsstimmen hören kann, welche die Menschen an das Kommen des sanften Christuskindes erinnern — an die Tatsache, daß Glück und Friede nur in der Liebe zu G ott und zum Mitmenschen zu finden ist.