
Editorials
Die diesjährige Wiederkehr der Weihnachtszeit muß jeden denkenden Christen an den traurigen Kontrast erinnern zwischen dem Engelsgesang: „Friede auf Erden,” der an jenem ersten Weihnachtsfest auf Judäas Gefilden durch die Lüfte drang, und dem Aufeinanderprallen der Leidenschaften und dem Schrei des Schmerzes auf den Schlachtfeldern einer Anzahl christlicher Nationen unsrer Zeit. Hoffentlich wird in diesem grausigen Ringen eine wenn auch nur kurze Pause eintreten, so daß man über dem Getöse das Echo jener Engelsstimmen hören kann, welche die Menschen an das Kommen des sanften Christuskindes erinnern — an die Tatsache, daß Glück und Friede nur in der Liebe zu G ott und zum Mitmenschen zu finden ist.
Bei der Redaktion unsrer Zeitschriften gehen des öfteren Briefe ein, aus welchen ersichtlich ist, daß da und dort in neugegründeten oder kleineren Zweig-Gemeinden Ungewißheit darüber herrscht, ob außer dem regelmäßigen Morgengottesdienst noch ein Nachmittag- oder Abendgottesdienst abgehalten werden sollte. Manche scheinen zu glauben, es sei nur dann ein zweiter Gottesdienst nötig, wenn der erste so überfüllt ist, daß etwas getan werden muß, um denen entgegenzukommen, die gerne die Kirche besuchen möchten.
Personen und Völker bekämpfen sich, wie es der Welt Weise ist. Die Weise Christi hingegen ist ganz anders; sie kommt in folgenden Worten Mrs.
Kein menschlicher Trieb ist so allgemein oder steht in so enger Beziehung zu dem Wohlergehen des Menschen, wie derjenige, von dem das durch Disharmonie verursachte Unbehagen zeugt. Einen jeden normal veranlagten Menschen verlangt nach der Freiheit und Sicherheit friedlicher Zustände; daher die Bedeutsamkeit der christlich-wissenschaftlichen Lehre: „ W ahrheit ist bejahend und verleiht Harmonie” (Wissenschaft und Gesundheit, S.
Wenn man einen Christlichen Wissenschafter fragt, was denn eigentlich in der Christlichen Wissenschaft die Kranken heilt, so antwortet er wohl ohne Zögern, daß geistige Erleuchtung solches bewirke. Für diese Erklärung gibt es in der Heiligen Schrift mancherlei Belege.
Mrs. Eddy schreibt im Vorwort zu Wissenschaft und Gesundheit (S.
Meine Kindlein, laßt uns nicht lieben mit Worten noch mit der Zunge, sondern mit der Tat und mit der Wahrheit. ” So ermahnt uns der Jünger, den Jesus lieb hatte.
Der Orakelspruch aus dem Altertum: „Erkenne dich selbst,” hat für den Schüler der Christlichen Wissenschaft eine neue Bedeutung. Für den, der dieser Lehre fernsteht, umfaßt Selbsterkenntnis das Unterrichteten über den Körper und dessen vermeintliche Krankheitssymptome.
Der Umstand, daß Mrs. Eddy die Wesensgleichheit des beweisbaren Glaubens und der Wissenschaft so sehr hervorhob, erregte allgemeines Interesse, denn die Idee war neu, und in den theologischen Schriften waren diese beiden Begriffe vordem nicht miteinander in Verbindung gebracht worden.
Wenn ich mich fürchte,” erklärt der Psalmist, „so hoffe ich auf dich. ” Daß die Christlichen Wissenschafter durch ihre Zuversicht zu G ott von vielerlei Furchtgedanken, die die Sterblichen so lange beherrscht haben, befreit worden sind, ist ihnen ein Grund zu großer Dankbarkeit.