
Editorials
Unter den Tausenden von Zeugnissen, die wir in den Mittwochabend-Versammlungen hören oder die in den Spalten des „Sentinel”, „Journal” und Herold zu lesen sind, werden nicht wenige von Geschäftsleuten abgegeben, die durch das Studium dieser Wissenschaft instand gesetzt worden sind, mehr und Besseres zu leisten als zuvor. Dieser Umstand erscheint denen, die mit der Christlichen Wissenschaft vertraut sind und sie auszuüben gelernt haben, durchaus natürlich.
Wenn man ein Dutzend Menschen ersuchen würde, ihren Begriff vom Gebet anzugeben, so würden wohl sämtliche Aussagen voneinander abweichen, denn eine jede wäre der Ausdruck einer besonderen Mentalität und Auffassung. In einem Punkte jedoch dürften die Gefragten alle übereinstimmen, nämlich, daß das Gebet, um Wert zu haben, wirksam sein muß.
Dem fleißigen Bibelforscher müssen die zahlreichen Sinnbilder in der Heiligen Schrift auffallen. So reichlich gebrauchten die Verfasser das Gleichnis und die biblische Redeweise bei der Erläuterung wichtiger, das Wohl der Menschheit betreffender Fragen, daß wir über den Reichtum ihrer inneren Anschauung und die Klarheit ihrer Erkenntnis der Allmacht und Schönheit der W ahrheit staunen müssen.
Daß in dem täglichen Leben eines jeden Christen, besonders eines jeden Christlichen Wissenschafters Werke sowohl wie Worte nötig sind, haben die Lehren Mrs. Eddys allen nahe gebracht, die „die unverwelkliche Krone der Ehren empfahen” wollen — den Lohn, auf welchen Petrus die Ältesten der Urkirche hinwies.
Trotz irgendwelcher gegenteiliger Ansichten kann mit Bestimmtheit behauptet werden, daß die Christlichen Wissenschafter täglich ihr Teil dazu beitragen, damit die trauernde Menschheit ihrer Bürde ledig werde. Mrs.
In einer im Jahre 1899 unter dem Titel „Christian Science History“ (Geschichte der Christlichen Wissenschaft) veröffentlichten Broschüre von Richter Septimus J. Hanna findet sich auf Seite 11 ein Brief von Mrs.
Wo soll das Herz inmitten der scheinbar endlosen Wirren des menschlichen Lebens Ruhe finden? Wie soll es die geistige Spannkraft erlangen, um sich über die Flut des Elends zu erheben, die sich gegenwärtig über die schönsten Gefilde der Erde ergießt? Auf diese Fragen kann die Weltweisheit keine befriedigende Antwort geben. Angesichts der gegenwärtigen grauenhaften Ereignisse in der Alten Welt verschwinden die angeblichen Werte sterblichen Besitzes an Reichtum, Bildung, Stellung und Ehre, und alle Menschen werden hinsichtlich ihrer Bedürfnisse und ihrer Hilflosigkeit auf die gleiche Stufe gestellt.
Für viele von uns, besonders für diejenigen, die über die Kinderjahre hinaus sind, ist Weihnachten eine Zeit des Rückblicks. Wir geben uns um diese Zeit sehr leicht nutzlosem Bedauern hin im Hinblick auf vergangene Tage, in denen wir oft das Gute, das unser war, nicht zu würdigen wußten.
Einer von den vielen falschen Begriffen, welche sich diejenigen gebildet haben, die nicht über die Christliche Wissenschaft unterrichtet sind und ihre Lehren daher nicht richtig zu beurteilen wissen, ist der, daß Mrs. Eddy ihre Nachfolger eine Verfahrungsart gelehrt habe, durch deren Ausübung sie andern Schaden zufügen oder selbst geschädigt werden können.
Obschon Mrs. Eddy in ihren Schriften durchgängig darauf hinweist, wie notwendig es ist, daß jeder Christliche Wissenschafter das, was er von der W ahrheit erfaßt hat, in die Tat umsetze, so gibt es doch viele, die zwar durch die Christliche Wissenschaft geheilt worden sind, die Notwendigkeit eignen Forschens und eigner Arbeit aber nicht eingesehen haben.