Die Bibel erklärt von Gott (Ps. 91:11): „Er hat seinen Engeln befohlen über dir, daß sie dich behüten auf allen deinen Wegen.“ Diese Wahrheit hat sich in meiner Erfahrung als wahr erwiesen. Vor sieben Jahren, ehe ich nach Italien kam, um mit meinen Gesangstudien fortzufahren, hatte ich den Punkt erreicht, wo ich den Gott, an den ich geglaubt hatte, einen Gott, der Seine Kinder bestraft, verwarf; denn ich glaubte nur an die Schönheit und das Gute, die ich in der Kunst fand.
In der ersten Woche meines Hierseins begann ich, christlich-wissenschaftliche Literatur zu lesen, da ich durch eine in Italien wohnende Amerikanerin von dieser Religion gehört hatte. Ich dachte, es sei vielleicht eine Philosophie, die gewisse Fragen beantworten könnte, wie: Was bin ich? Warum bin ich hier? Was ist das Dasein? Durch das Studium der Christlichen Wissenschaft erhielt ich Antwort auf diese Fragen; ich mußte jedoch auch verstehen lernen, daß diese Wissenschaft nicht eine bloße Philosophie, sondern eine heilende Religion der Liebe ist.
Dann verlor ich meine Stimme. Ich begann nun, die positiven Erklärungen in bezug auf Gott und des Menschen vollkommene Beziehung zu Ihm ernstlich zu studieren. Jetzt drückt sich eine neue, geistigere Auffassung von Stimme aus, und ich habe mit großer Freude angefangen, Konzerte zu geben. Tag für Tag hat die Gegenwart der göttlichen Liebe mich durch diese Jahre hindurch gestützt. Ich wurde zu einer weisen und liebevollen Ausüberin sowie zu ausgezeichneten Gesanglehrern geführt.
„Gott gibt euch Seine geistigen Ideen, und sie wiederum geben euch, was ihr täglich braucht“, sagt Mrs. Eddy (Vermischte Schriften, S. 307). Ich habe mich auf diese Erklärung verlassen, und ich habe sie bewiesen. Als ich nach Italien kam, hatte ich gerade genug Geld, um hier ein Jahr zu leben. Durch den großen Wunsch, meine Gesangstudien zu vervollständigen und mich gänzlich auf Gott zu verlassen, ist es mir dank ungeahnter Fähigkeiten möglich gewesen, interessante Arbeit in einem italienischen Büro zu verrichten, Übersetzungen zu machen, englischen Sprachunterricht zu erteilen, sowie in einer Kirche Christi, Wissenschafter, die Orgel zu spielen. Mir wurde eine italienische Arbeitserlaubnis ausgestellt — was allgemein als ein Ding der Unmöglichkeit betrachtet wurde — als ich mir vergegenwärtigte, daß die Tätigkeit des Menschen unter dem allumfassenden Gesetz der Liebe steht.
Ich bin wahrlich dankbar, durch die Christliche Wissenschaft gelernt zu haben, daß nichts außerhalb des göttlichen Bewußtseins existiert, und daß wir jede menschliche Situation dadurch harmonisch regeln können, daß wir unser Denken berichtigen, indem wir das Materielle und Vermutliche durch das Geistige und Wahre ersetzen. Ungeduld, Launen, Argwohn, Erregbarkeit und Empfindlichkeit sind auf diese Weise überwunden worden. So lerne ich, meine eigenen Erlösung dadurch auszuarbeiten, daß ich in mein Denken geistige Wahrheiten — die Engel der Gegenwart Gottes — aufnehme.
Ich möchte meine tiefempfundene Dankbarkeit ausdrücken für unseren Wegweiser Christus Jesus, für Mrs. Eddy, die Verfasserin von „Wissenschaft und Gesundheit“, für Klassenunterricht und für alle Unternehmungen der weltweiten christlich-wissenschaftlichen Bewegung. — Mailand, Italien.
